Hafenmanöver – Video
Mit dem Heck an den Steg. Einhand.
Mit dem Heck an den Steg. Einhand.
Beschreibung
Ausgangssituation: Du fährst rückwärts mit dem Heck an einen Steg. Im Beispiel herrscht starker Seitenwind.
Bei zu geringer Geschwindigkeit wird der Wind die Yacht seitlich versetzen.
Voraussetzungen und Vorbereitung
- Luv- und Lee-Seite klar bestimmt
Ziel: Kontrolliert rückwärts an den Steg kommen, die Luv-Achterleine zuerst überbringen und über Vorwärtsgas Stabilität erzeugen.
Durchführung – Schritt für Schritt
Mit kontrollierter Geschwindigkeit rückwärts auf den Steg zufahren. Kurz vor dem Steg abbremsen. Ruder mitschiffs.
2. Luv-Achterleine setzen
Luv-Leine über Poller oder Klampe überbringen. Sofort Vorwärtsgas geben.
Die Yacht dampft in diese Leine ein und stabilisiert sich gegen den Seitenwind. Ohne Vorwärtsgas würde der Wind den Bug wegdrücken.
3. Lee-Leine setzen
Lee-Leine überbringen. Beide Leinen unter Spannung halten.
4. Ausrichten
Durch differenziertes Fieren lässt sich die Yacht präzise positionieren:
Steuerbordleine festhalten → Bug dreht nach Steuerbord.
Backbordleine festhalten → Bug dreht nach Backbord.
Zusätzlich kann über das Ruder in Kombination mit Vorwärtsgas das Heck in gewissem Maß versetzt werden.
5. Vorleinen / Moorings setzen
Sobald die Yacht stabil steht, nach vorne gehen und Moorings oder Vorleinen belegen.
Technische Grundlagen
Vorwärtsgas erzeugt Zug auf der Luv-Achterleine und stabilisiert die Yacht.
Leinensteuerung:
Unterschiedliche Spannung erzeugt kontrollierte Drehbewegung.
Ruderwirkung:
Bei Vorwärtsgas kann das Heck zusätzlich beeinflusst werden.
Typische Fehler & Fazit
- Ruder beim Abbremsen nicht mitschiffs
- Kein sofortiges Vorwärtsgas nach dem Überbringen der Luv-Leine
- Falsche Reihenfolge von Luv- und Lee-Leine
Grenzen:
- Sehr starker Seitenwind
- Zu geringe Motorleistung
Mehr Praxis?
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