Hafenmanöver – Video

Längseits vorwärts anlegen. Einhand.

Ich beschreibe hier meine bevorzugte Art des "Längsseits anlegen". Vorwärts. Einhand.
Veröffentlicht: 28.01.2026 Dauer: 01:52

Längseits vorwärts anlegen. Einhand.

Beschreibung

Dieses Manöver beschreibt meine bevorzugte Art des "Längsseits anlegen". Vorwärts. Einhand.

Ausgangssituation: Du möchtest vorwärts längsseits an einem Steg festmachen. Im Beispiel mit der Steuerbordseite.

Mit zu flachem Anlaufwinkel verliert das Boot Steuerwirkung. Nach dem Stillstand kann der Wind sofort Einfluss nehmen.

Voraussetzungen und Vorbereitung

- Fender in richtiger Höhe ausgebracht
- wenn vorhanden Kugelfender ans Heck
- Vor- und Achterleine vorbereitet
- Beide Leinen mit Palstek an der jeweiligen Klampe befestigt
- Leinen unter dem Relingskorb nach innen geführt
- Beide Enden griffbereit

Der Anfahrswinkel sollte mindestens 30 Grad betragen.

Durchführung – Schritt für Schritt

1. Anlaufen
In 30–40 Grad Winkel auf den Steg zufahren. 1–2 Schiffslängen vorher auf neutral schalten und mit Restfahrt weitergleiten. Bei Bedarf vorsichtig rückwärts bremsen.

2. Eindrehen
Ca. 2 Meter vor dem Steg hart vom Steg weg lenken. Der Bug dreht weg, das Heck kommt an den Steg. Boot vollständig zum Stillstand bringen und auf neutral stellen.

3. Achterleine setzen
Achterleine über Poller oder Klampe legen. Lose Ende dicht holen und an Bord belegen. Jetzt wird über diese Leine eingedampft.

4. Eindampfen
So viel Vorwärtsgas geben, bis die Achterleine unter Spannung steht. Das Boot richtet sich parallel zum Steg aus, der Gang bleibt eingelegt.

5. Vorleine setzen
Zum Bug gehen, Vorleine über Poller oder Klampe legen und dicht holen.

6. Abschluss
Gang herausnehmen und Maschine abstellen.

Technische Grundlagen

Drehverhalten:
Durch hartes Wegdrehen vom Steg schwenkt das Heck an.

Eindampfen:
Die gespannte Achterleine hält das Boot parallel und stabilisiert es am Steg.

Typische Fehler & Fazit

- Fender nicht ausgebracht oder falsche Höhe
- Zu flacher Anlaufwinkel
- Zu hohe Geschwindigkeit
- Nicht auf neutral geschaltet während die Achterleine an den Steg geht
- Kein Vorwärtsschub nach dem Belegen

Grenzen:
- zu starker ablandiger Wind
- zu enger Raum