Hafenmanöver – Video

Längseits rückwärts anlegen. Einhand.

Ich beschreibe hier meine bevorzugte Art des "Längsseits anlegen". Rückwärts. Einhand.
Veröffentlicht: 25.01.2026 Dauer: 02:30

Längseits rückwärts anlegen. Einhand.

Beschreibung

Dieses Manöver beschreibt meine bevorzugte Art des "Längsseits anlegen – rückwärts". Einhand.

Ausgangssituation: Du möchtest rückwärts längsseits an einem Steg festmachen. Im Beispiel mit der Steuerbordseite.

Das Boot fährt rückwärts auf den Steg zu. Der größte Kontaktpunkt ist die hintere Ecke des Hecks.

Zu wenig Fahrt führt dazu, dass man erneut rückwärts Gas geben muss. Beim erneuten rückwärts Gas geben wirkt der Radeffekt.

Voraussetzungen und Vorbereitung

- Fender in richtiger Höhe ausgebracht
- Kugelfender am Heck
- Vor- und Achterleine vorbereitet
- Jeweils ein Ende mit Palstek an der Klampe
- Leinen unter dem Relingskorb von außen nach innen geführt
- Beide Enden griffbereit

Der Anfahrtswinkel sollte mindestens 30–40 Grad betragen.

Durchführung – Schritt für Schritt

1. Rückwärts anfahren
In 30–40 Grad Winkel rückwärts auf den Steg zufahren. Geschwindigkeit eher etwas zu hoch als zu niedrig wählen.

2. Eindrehen
Kurz bevor das Heck den Steg erreicht, vom Steg weg lenken. Der Bug schwenkt zum Steg, das Boot legt sich parallel an den Steg.

3. Aufstoppen
Mit leichter Vorwärtsfahrt abbremsen. Boot vollständig zum Stillstand bringen und auf neutral schalten.

Neutral ist wichtig, weil die Yacht sonst weiterfährt, wenn z.B. die Leine nicht sofort übergelegt werden konnte.

4. Achterleine setzen
Achterleine über Poller oder Klampe legen. Zweites Ende dicht holen und an Bord belegen.

5. Eindampfen
Vorwärts einkuppeln. So viel Vorwärtsgas geben, bis die Leine unter Spannung steht. Das Boot liegt stabil parallel am Steg.

6. Vorleine setzen
Zum Bug gehen, Vorleine über Poller oder Klampe legen und dicht holen.

7. Abschluss
Gang herausnehmen und Maschine abstellen.

Technische Grundlagen

Rückwärtsfahrt:
Ausreichende Fahrt ist notwendig für Steuerwirkung.

Drehverhalten:
Durch Wegdrehen vom Steg schwenkt der Bug zum Steg.

Eindampfen:
Die gespannte Achterleine stabilisiert das Boot am Steg.

Typische Fehler & Fazit

- Fender nicht korrekt ausgebracht oder falsche Höhe
- Ruder beim Rückwärtsfahren losgelassen
- Zu wenig Fahrt
- Nicht auf neutral geschaltet
- Kein Vorwärtsschub nach dem Belegen

Grenzen:
- Starker ablandiger Wind
- Sehr enger Raum