Was ist ein Sportbootführerschein?
Ein Sportbootführerschein ist ein amtlicher oder freiwilliger Befähigungsnachweis. Er regelt,
wo du fahren darfst (Binnen, Küste, See, Hochsee), womit (Motor/Segel)
und welche formalen Voraussetzungen gelten.
Pflicht vs. sinnvoll
„Pflicht“ bedeutet: ohne diesen Schein darfst du rechtlich nicht fahren.
„Sinnvoll“ bedeutet: du kannst danach wirklich besser entscheiden und sicherer führen.
Beides ist nicht automatisch dasselbe.
Charter-Realität
Charterfirmen können zusätzliche Anforderungen stellen (z. B. Erfahrung, Logbuch, ICC).
Deshalb findest du hier neben dem Recht auch die Praxis-Perspektive.
Ein Satz, der stimmt
Scheine regeln das Dürfen. Praxis regelt das Können.
Alle Scheine im Überblick
| Kategorie |
Schein |
Pflicht? |
Revier |
| Amtlich |
SBF See |
Ja |
Küste / Seeschifffahrtsstraßen |
| Amtlich |
SBF Binnen (Motor) |
Ja |
Binnen |
| Amtlich |
SBF Binnen (Segeln) |
selten |
Binnen |
| Verband |
SPOSS (DSV) |
Nein |
Segelnachweis (verbandlich, kontextabhängig) |
| Amtlich |
SKS |
Nein (privat) |
Küstennah |
| Amtlich |
SSS |
Nein (privat) |
See |
| Amtlich |
SHS |
Ja (gewerblich weltweit) |
Weltweite Fahrt (alle Meere) |
| International |
RYA |
Nein |
international |
| International |
ICC |
formal oft hilfreich |
Ausland (länder-/charterabhängig) |
Details zu allen Scheinen
Für jeden Schein findest du hier: Dauer, Kosten, Lerninhalte,
Voraussetzungen (Alter, Gesundheit, Seemeilen), Prüfungsaufbau,
für wen interessant und wofür du ihn brauchst.
Dauer & Kosten (ca.)
- Dauer: ca. 5–6 Tage (Intensiv), alternativ mehrere Wochen nebenbei
- Kosten: ca. 700–1.200 € (je nach Schule/Umfang)
- Hinweis: Bei SkipperSachen (Kombi See & Binnen): 1.389 € – inkl. Übernachtung, Mittags- und Abendverpflegung, Prüfungsgebühren und durchgehend Übungsboot vor der Tür.
Voraussetzungen
- Mindestalter: 16 Jahre
- Ärztliches Tauglichkeitszeugnis: Pflicht (Sehen/Hören/allg. Eignung)
- Ausweis + biometrisches Foto: erforderlich
- Seemeilen: keine
Wichtig zur Gesundheit: Beim SBF ist ein ärztliches Tauglichkeitszeugnis
verpflichtend. Bei SKS/SSS/SHS ist kein Attest vorgeschrieben – wird aber
aus Verantwortung gegenüber Crew und Sicherheit empfohlen.
Lerninhalte (Theorie)
- Seeschifffahrtsrecht (SeeSchStrO) & Vorfahrts-/Ausweichregeln
- Betonnung/Seezeichen (IALA)
- Navigation: Kurs, Peilung, Karte (Grundlagen)
- Wettergrundlagen
- Sicherheit/Notfälle/Signale
Lerninhalte (Praxis)
- An- und Ablegen
- Manövrieren unter Motor auf engem Raum
- Sicherheitsmanöver
- Pflichtknoten
Prüfungsaufbau
- Theorie: Fragenkatalog (Multiple Choice) + Navigationsaufgaben
- Praxis: Motor-Manöver + Knotenkunde
- Bestehen: Theorie UND Praxis erforderlich
- Hinweis: Der SBF See enthält keinen eigenen Segelteil (amtlicher Motorführerschein auf Seeschifffahrtsstraßen).
Für wen interessant?
- Charterkunden (nahezu immer erforderlich)
- Segler (weil die Yacht fast immer einen Motor hat)
- Einsteiger, die legal und sicher starten wollen
Was kann ich damit machen?
- Motorboote/Yachten (mit Motor > 15 PS) auf See führen
- Charter im Küstenbereich (je nach Vercharterer/Region)
- Basis für SKS/SSS/SHS
Dauer & Kosten (ca.)
- Dauer: ca. 4–6 Tage (Intensiv), alternativ mehrere Wochen nebenbei
- Kosten: ca. 600–1.000 €
Voraussetzungen
- Mindestalter: 16 Jahre
- Ärztliches Tauglichkeitszeugnis: Pflicht
- Ausweis + biometrisches Foto: erforderlich
- Seemeilen: keine
Wichtig zur Gesundheit: Beim SBF ist ein ärztliches Tauglichkeitszeugnis
verpflichtend. Bei SKS/SSS/SHS ist kein Attest vorgeschrieben – wird aber
aus Verantwortung gegenüber Crew und Sicherheit empfohlen.
Lerninhalte (Theorie)
- Binnenschifffahrtsrecht (Regeln/Zeichen)
- Vorfahrt, Engstellen, Brücken/Schleusen (Grundlagen)
- Sicherheitsgrundlagen
Lerninhalte (Praxis)
- Hafen-/Anlegemanöver
- Manövrieren auf engem Raum
- Schleusenabläufe (je nach Ausbildungsort)
- Pflichtknoten
Prüfungsaufbau
- Theorie: Fragenkatalog (Multiple Choice)
- Praxis: Manöver + Knotenkunde
- Bestehen: Theorie UND Praxis erforderlich
Für wen interessant?
- Binnenfahrer (Flüsse, Kanäle, Seen)
- Charter auf Binnenrevieren
- Segler auf Binnenrevieren (weil Motor fast immer genutzt wird)
Was kann ich damit machen?
- Motorboote/Sportboote auf Binnengewässern führen (Motor > 15 PS)
- Segelboote mit Motor (Binnen) rechtlich führen
Dauer & Kosten (ca.)
- Dauer: ca. 4–6 Tage (Intensiv) – abhängig von Vorkenntnissen/Wetter
- Kosten: ca. 500–900 €
Voraussetzungen
- Mindestalter: 14 Jahre
- Ärztliches Tauglichkeitszeugnis: Pflicht
- Ausweis + biometrisches Foto: erforderlich
- Seemeilen: keine
Wichtig zur Gesundheit: Beim SBF ist ein ärztliches Tauglichkeitszeugnis
verpflichtend. Bei SKS/SSS/SHS ist kein Attest vorgeschrieben – wird aber
aus Verantwortung gegenüber Crew und Sicherheit empfohlen.
Lerninhalte (Theorie)
- Ausweichregeln/Grundlagen (Segel/Motor)
- Seemannschaft-Basics
Lerninhalte (Praxis)
- Wenden/Halsen
- Segel setzen/bergen (grundsätzlich)
- An-/Ablegen unter Segel (je nach Prüfungsvorgaben/Schule)
- Knoten
Prüfungsaufbau
- Theorie: Fragenkatalog (Multiple Choice)
- Praxis: Segelmanöver + Knotenkunde
- Bestehen: Theorie UND Praxis erforderlich
Für wen interessant?
- Vereinssegler auf Binnenrevieren (ohne Motorfokus)
- Sonderfälle, in denen explizit ein Segelnachweis Binnen gefragt ist
Was kann ich damit machen?
- Segelboote auf Binnengewässern führen (ohne Motorfokus)
- Formaler Segel-Nachweis (Binnen)
Dauer & Kosten (ca.)
- Dauer: verein-/schulabhängig (kein einheitlicher amtlicher „Führerschein-Kurs“)
- Kosten: abhängig vom Anbieter/Verband
Voraussetzungen
- Verbandsausbildung im DSV-System
- Kein Ersatz für SBF See oder SBF Binnen (Motor)
- Je nach Kontext wird ein formaler Segelkenntnisnachweis gefordert (z. B. für Wettfahrtteilnahmen)
Wichtig zur Gesundheit: Beim SBF ist ein ärztliches Tauglichkeitszeugnis
verpflichtend. Bei SKS/SSS/SHS ist kein Attest vorgeschrieben – wird aber
aus Verantwortung gegenüber Crew und Sicherheit empfohlen.
Lerninhalte (Theorie)
- Grundlagen des Segelns
- Ausweichregeln Segel/Motor (Grundlagen)
- Seemannschaft (Basis)
Lerninhalte (Praxis)
- Segelmanöver (Wenden, Halsen)
- Segelhandling
- Grundlagen Bootsbeherrschung unter Segel
Prüfungsaufbau
- Verbandsprüfung nach DSV-Regularien
- Kein amtlicher Prüfungsstandard wie bei SBF/SKS
- Je nach Regatta/Veranstalter kann ein Segelnachweis gefordert werden (ausschreibungsabhängig)
Für wen interessant?
- Verbands- und Vereinssegler
- Regattateilnahme (wenn ein Segelschein gefordert wird – abhängig von Ausschreibung)
- Segel-Einstieg ohne Motorfokus
Was kann ich damit machen?
- Formaler Segelkenntnisnachweis im Verbandssystem
- Erfüllung von Teilnahmevoraussetzungen bei Regatten (ausschreibungsabhängig)
- Für Küsten-Charter ist der SPOSS in der Praxis meist nicht der maßgebliche Nachweis (charter- und länderabhängig)
Dauer & Kosten (ca.)
- Dauer: typisch mehrere Wochen Vorbereitung + Praxis (Törn) – stark abhängig vom Stand
- Kosten: ca. 1.200–2.000 € (je nach Törn/Schule/Prüfungsumfang)
Voraussetzungen
- Mindestalter: 16 Jahre
- Seemeilen: ca. 300 sm (Nachweis erforderlich)
- Gesundheit: kein Attest vorgeschrieben, aber aus Verantwortung empfohlen
- Erfahrung: sinnvoll nach ersten Törns / Praxisblöcken
Wichtig zur Gesundheit: Beim SBF ist ein ärztliches Tauglichkeitszeugnis
verpflichtend. Bei SKS/SSS/SHS ist kein Attest vorgeschrieben – wird aber
aus Verantwortung gegenüber Crew und Sicherheit empfohlen.
Lerninhalte (Theorie)
- Navigation (erweitert) inkl. Törnplanung
- Wetterkunde (deutlich tiefer als SBF)
- Seemannschaft & Sicherheit
- Recht/Verantwortung Skipper
Lerninhalte (Praxis)
- Segelmanöver unter Segel und Maschine
- Hafenmanöver (praxisnah)
- Wachführung & Crewführung
- Navigation in der Praxis (Positionsbestimmung/Planung)
Prüfungsaufbau
- Theorie: schriftliche Prüfung (Navigation/Wetter/Seemannschaft/Regeln)
- Praxis: Prüfung an Bord (Manöver/Skipperhandwerk) meist im Rahmen eines Törns
- Seemeilen: müssen nachgewiesen werden
Wenn du den SKS wirklich als Praxisprojekt angehen willst
Entscheidend ist nicht „Meilen abreißen“, sondern Training unter realen Bedingungen – Manöver, Navigation, Rollenwechsel, Entscheidungen.
→ SKS-Praxistörn & Prüfungstörn ansehen
Für wen interessant?
- Charterskipper, die mehr als „nur legal“ sein wollen
- Skipper, die Verantwortung und Abläufe souverän beherrschen wollen
- Der nächste Schritt nach SBF See (wenn Küste/Charter ernst gemeint ist)
Was kann ich damit machen?
- Kompetenznachweis fürs Küstenrevier
- höhere Akzeptanz/Vertrauen bei Charterfirmen
- besseres Sicherheits- und Entscheidungsniveau
Dauer & Kosten (ca.)
- Dauer: mehrere Monate realistisch (Theorie + Praxis + Nachweise)
- Kosten: ca. 2.000–3.500 € (je nach Ausbildung/Prüfung/Praxis)
Voraussetzungen
- Mindestalter: 18 Jahre
- Seemeilen: ca. 1.000 sm (Nachweis erforderlich)
- Gesundheit: kein Attest vorgeschrieben, aber aus Verantwortung empfohlen
- Erfahrung: deutlich über SKS-Niveau sinnvoll
Wichtig zur Gesundheit: Beim SBF ist ein ärztliches Tauglichkeitszeugnis
verpflichtend. Bei SKS/SSS/SHS ist kein Attest vorgeschrieben – wird aber
aus Verantwortung gegenüber Crew und Sicherheit empfohlen.
Lerninhalte (Theorie)
- Anspruchsvolle Navigation (Strömung/Gezeiten je nach Revier)
- Wetteranalyse/Interpretation
- Seerecht/Schiffsführung
- Sicherheit/Notfallmanagement (tiefer)
Lerninhalte (Praxis)
- Wachsysteme/Nachtfahrt
- Führen/Entscheiden in anspruchsvolleren Situationen
- Praxisnavigation unter realen Bedingungen
Prüfungsaufbau
- Theorie: umfangreich und anspruchsvoll (Navigation/Wetter/Schiffsführung/Recht)
- Praxis: schiffsführerische Aufgaben (je nach Prüfungsgebiet/Kommission)
- Nachweise: Seemeilen sind Voraussetzung
Für wen interessant?
- Sehr erfahrene Skipper
- Ausbilder/Verantwortungsträger
- Skipper mit Ambition „weiter raus“ und ernsthaftem Anspruch
Was kann ich damit machen?
- Hohe Kompetenzstufe für Seereviere
- Starkes Fundament für anspruchsvolle Törns
Dauer & Kosten (ca.)
- Dauer: Theorieprüfung (schriftlich + mündlich) – Vorbereitung realistisch über mehrere Monate (je nach Vorkenntnissen)
- Kosten: Prüfungsgebühren (Zulassung + Theorie + Erteilung) zzgl. ggf. Auslagen; Ausbildungs-/Kurskosten kommen ggf. zusätzlich
- Hinweis: Hinweis: Gebühren können sich ändern (Portal weist auf Anpassungen ab 01.01.2026 hin).
Voraussetzungen
- Mindestalter: 18 Jahre
- Besitz: Sportseeschifferschein (SSS)
- Seemeilennachweis: 1.000 sm auf Yachten im Seebereich (nach Erwerb SSS) als Wachführer; davon mindestens 500 sm vor der ersten Teilprüfung
Wichtig zur Gesundheit: Beim SBF ist ein ärztliches Tauglichkeitszeugnis
verpflichtend. Bei SKS/SSS/SHS ist kein Attest vorgeschrieben – wird aber
aus Verantwortung gegenüber Crew und Sicherheit empfohlen.
Lerninhalte (Theorie)
- Navigation (u. a. astronomische Navigation)
- Schifffahrtsrecht (u. a. internationales Seerecht)
- Wetterkunde (u. a. tropische Wirbelstürme)
- Handhabung von Yachten (mündliche Prüfung)
Lerninhalte (Praxis)
- Im Prüfungsfach Navigation: praktische Demonstration der Sextant-Handhabung
- Messen eines Vertikalwinkels, Bestimmung der Indexberichtigung, Erläuterung weiterer Fehlermöglichkeiten
Prüfungsaufbau
- Theorieprüfung: schriftlich und mündlich
- Schriftliche Fächer: Navigation, Schifffahrtsrecht, Wetterkunde (ggf. mündliche Nachprüfung)
- Mündliche Prüfung u. a.: Handhabung von Yachten
- Im Prüfungsfach Navigation zusätzlich: praktische Demonstration der Sextant-Handhabung
- Schriftliche Fächer und mündliche Prüfung können separat oder kombiniert abgelegt werden
Für wen interessant?
- Skipper, die weltweit fahren wollen und den amtlichen Nachweis auf höchstem Niveau brauchen
- Gewerbliche Nutzung unter deutscher Flagge in weltweiter Fahrt (Pflichtbereich)
- Langfahrtsegler mit Fokus auf Planung, Recht, Wetter und Astronavigation
Was kann ich damit machen?
- Führen von Yachten mit Motor und unter Segel in der weltweiten Fahrt (alle Meere)
- Amtlicher Befähigungsnachweis für gewerbsmäßig genutzte Sportboote in weltweiter Fahrt
Dauer & Kosten (ca.)
- Dauer: je nach Stufe: ca. 5–10 Tage (Kurs) + Praxis/Erfahrung
- Kosten: ca. 1.500–3.000 € (je nach Stufe/Ort/Anbieter)
Voraussetzungen
- Alter: je nach Stufe (anbieterabhängig)
- Praxis: je höher die Stufe, desto mehr Erfahrung erwartet
- Gesundheit: kein deutsches Attest – Eigenverantwortung (anbieterabhängig)
Wichtig zur Gesundheit: Beim SBF ist ein ärztliches Tauglichkeitszeugnis
verpflichtend. Bei SKS/SSS/SHS ist kein Attest vorgeschrieben – wird aber
aus Verantwortung gegenüber Crew und Sicherheit empfohlen.
Lerninhalte (Theorie)
- Navigation/Törnplanung praxisorientiert
- Sicherheit/Seemannschaft
- Wetter/Entscheidungskompetenz
Lerninhalte (Praxis)
- Praxis-Fokus (Manöver, Crewführung, Entscheidungstraining)
- je nach Level: Coastal/Offshore-Anspruch
Prüfungsaufbau
- Je nach Stufe: Bewertung/Prüfung stark praxisorientiert
- Yachtmaster: sehr anspruchsvoll, erfahrungsbasiert
Für wen interessant?
- International orientierte Charterkunden
- Skipper, die stark praxisorientiert lernen wollen
Was kann ich damit machen?
- International häufig akzeptiert (charterabhängig)
- Kompetenznachweis je nach Level
Dauer & Kosten (ca.)
- Dauer: kein „klassischer Kurs“ – häufig Ausstellung auf Basis vorhandener Nachweise
- Kosten: gering bis moderat (ausstellende Stelle abhängig)
Voraussetzungen
- Meist: SBF oder RYA als Grundlage (je nach ausstellender Stelle)
- Kein eigenständiger „Lerninhalt“ wie bei SBF/SKS
- Gesundheit: abhängig von Basis-Schein/Regelwerk
Wichtig zur Gesundheit: Beim SBF ist ein ärztliches Tauglichkeitszeugnis
verpflichtend. Bei SKS/SSS/SHS ist kein Attest vorgeschrieben – wird aber
aus Verantwortung gegenüber Crew und Sicherheit empfohlen.
Lerninhalte (Theorie)
- Keine eigenen Lerninhalte (ICC ist ein Zertifikat, kein Kurs)
Lerninhalte (Praxis)
- Keine eigenen Lerninhalte (Basis ist vorhandene Befähigung)
Prüfungsaufbau
- Keine eigene Prüfung wie bei SBF/SKS – basiert auf Nachweisen/Regelwerk der Aussteller
Für wen interessant?
- Charter im Ausland (wenn ICC gefordert/gewünscht wird)
- Skipper, die formale internationale Nachweise bündeln wollen
Was kann ich damit machen?
- Internationaler Befähigungsnachweis (länderabhängig relevant)
Vergleich & Entscheidungshilfe
Wenn du nur einen Satz mitnehmen willst: SBF ist die rechtliche Basis.
SKS ist der praxisnahe Kompetenzsprung. SSS/SHS sind für Fortgeschrittene.
Die Bezeichnung „freiwillig“ bezieht sich hier ausdrücklich auf die private Freizeit- und Charter-Schifffahrt.
Für gewerblich genutzte Yachten, Traditionssegler oder besondere Einsatzprofile gelten teilweise
abweichende gesetzliche Vorgaben, bei denen bestimmte Befähigungsnachweise verpflichtend sein können.
| Schein |
Zeitaufwand (ca.) |
Kosten (ca.) |
Seemeilen |
Charter-Relevanz |
| SBF See |
5–6 Tage Intensiv |
700–1.200 € |
– |
sehr hoch |
| SBF Binnen (Motor) |
4–6 Tage |
600–1.000 € |
– |
hoch (Binnen) |
| SKS |
Wochen (Vorbereitung + Törn) |
1.200–2.000 € |
~300 sm |
häufig gefragt |
| SSS |
Monate |
2.000–3.500 € |
~1.000 sm |
spezial |
| SHS |
Monate |
Prüfungsgebühren + ggf. Auslagen · Ausbildung ggf. zusätzlich |
1.000 sm (nach SSS) |
spezial / gewerblich weltweit relevant |
Wenn du chartern willst
Start mit SBF See. Danach (wenn du wirklich führen willst): Praxis + SKS.
→ SBF See & Binnen ansehen
→ SKS-Praxistörn ansehen
Wenn du nur Binnen fährst
SBF Binnen (Motor) ist in der Praxis fast immer die sinnvollere Wahl.
Wenn du „weiter raus“ willst
SSS/SHS sind kein „nächster Kurs“, sondern ein Projekt: Erfahrung, Nachweise, Zeit.
Sonderfälle: gewerbliche Nutzung & Traditionssegler
Diese Seite richtet sich primär an private Eigner und Charterskipper.
Für bestimmte Nutzungen gelten jedoch gesonderte Regelungen.
Gewerblich genutzte Yachten
Bei gewerblicher Nutzung (z. B. Ausbildung, Mitsegelangebote, gewerblicher Transport)
können – abhängig vom Einsatzzweck und Fahrtgebiet – SKS, SSS oder SHS
erforderlich sein. Die Anforderungen richten sich nach dem jeweiligen Rechtsrahmen.
Traditionssegler & Sonderfahrzeuge
Für Traditionssegler und vergleichbare Fahrzeuge gelten teils
spezielle Vorschriften, die über die klassische Freizeitschifffahrt hinausgehen.
Auch hier können bestimmte Scheine oder Nachweise verpflichtend sein.
Hinweis: Das ist eine Einordnung auf Überblicks-Niveau. Wenn du in so einem Sonderfall bist, lohnt sich eine kurze Klärung,
weil die Anforderungen je nach Einsatz und Gebiet stark variieren können.
Hinweis: Diese Seite richtet sich an private Eigner und Charterskipper.
Regatta- und Verbandsausbildung sowie gewerbliche Schiffsführung sind nicht der Schwerpunkt dieser Übersicht.