Wiki – SkipperSachen
Wiki · Hafenmanöver

Die 4 Leinen beim längsseitigen Festmachen am Steg

Kurzprinzip: Welche Bewegung wird verhindert?

Ein Boot, das längsseits an einem Steg festgemacht ist, kann sich grundsätzlich in zwei Richtungen bewegen: seitlich (vom Steg weg oder zum Steg hin) und längs (vor oder zurück).

Genau diese Bewegungen werden durch die vier Leinen aufgeteilt:

  • Vorleine und Achterleine halten das Boot seitlich am Steg.
  • Vorspring und Achterspring verhindern, dass das Boot vor- oder zurückläuft.

Wichtig für das Verständnis: Springs werden immer nach der Klampe am Boot benannt, nicht nach der Richtung, in die sie am Steg laufen.

Die vier Leinen und ihre Funktion

Vorleine

Die Vorleine wird an der Vorklampe des Bootes belegt und führt relativ kurz zum Steg.

Ihre Aufgabe ist es, den Bug seitlich am Steg zu halten. Sie verhindert nicht, dass das Boot nach vorne oder hinten läuft.

Achterleine

Die Achterleine wird an der Heckklampe belegt und führt ebenfalls relativ kurz zum Steg.

Sie hält das Heck seitlich am Steg. Auch sie ist keine Leine zur Längssicherung.

Vorspring

Die Vorspring ist an der Vorklampe belegt und läuft schräg nach achtern zum Steg.

Ihre Funktion: Sie verhindert, dass das Boot nach vorne läuft.

Merksatz: Vorspring = Vorklampe → Richtung Heck

Achterspring

Die Achterspring wird an der Heckklampe belegt und läuft schräg nach vorne zum Steg.

Ihre Funktion: Sie verhindert, dass das Boot nach hinten läuft.

Merksatz: Achterspring = Heckklampe → Richtung Bug

Merksätze für die Praxis

  • Vor- und Achterleine halten seitlich.
  • Springs verhindern Vor- und Zurücklaufen.
  • Springs werden nach der Klampe am Boot benannt.
  • Je länger und schräger die Spring, desto ruhiger liegt das Boot.
Leinen richtig zu belegen ist das eine. Zu wissen, wann und wie man sie einsetzt, lernst du nur durch Übung. hier geht's zu den hafentrainings Frage stellen